Instrumentierung für Industrie- und Prozessanlagen
Eine zuverlässig geplante Instrumentierung schafft die Grundlage dafür, Prozesszustände zu erfassen, Anlagen sicher zu betreiben und technische Funktionen gezielt auszuführen. RTI Automation begleitet Industrieprojekte bei der Auswahl, Auslegung und Spezifikation der Instrumentierung – von der Prozessmesstechnik über Sensorik und Schutzeinrichtungen bis zu Stell- und Regelarmaturen.
Dabei betrachten wir Feldgeräte nicht isoliert. Entscheidend ist ihr Zusammenspiel mit dem Prozess, den technischen Anforderungen und der weiteren Anlagenplanung.
Instrumentierung für Industrie- und Prozessanlagen
Von der Prozessanforderung zum passenden Feldgerät
Instrumentierung beginnt mit der Frage, welche Informationen und Funktionen für den Betrieb einer Anlage erforderlich sind. Darauf aufbauend werden geeignete Komponenten ausgewählt, dimensioniert und in die Planung integriert.
Auf der bestehenden Leistungsseite beschreibt RTI diesen Aufgabenbereich ausdrücklich als „Auswahl und Auslegung von Sensorik und Aktorik“. Dazu kommen die Planung des Layouts und die Gerätedimensionierung sowie die Erstellung der erforderlichen Schaltungsunterlagen.
Unsere Instrumentierungsplanung fügt sich damit in den gesamten Engineering-Prozess ein: vom Konzept und der technischen Spezifikation über die Detailplanung und Beschaffung bis zur Montage und Inbetriebnahme.
Unsere Leistungen in der Instrumentierung
Prozessmesstechnik
RTI unterstützt bei der technischen Auswahl und Auslegung der benötigten Messtechnik und berücksichtigt dabei die Anforderungen des jeweiligen Anlagen- und Prozesskonzepts. Die vorgesehenen Messstellen werden in die technische Planung und Dokumentation übernommen und auf die nachfolgenden Projektphasen abgestimmt.
Gerade bei umfangreichen Anlagen ist eine konsistente Planung entscheidend. Die RTI-Präsentation dokumentiert beispielsweise eine MSR-Basis- und Detailplanung für eine feinchemische Anlage mit mehr als 12.000 Messstellen.
Analysentechnik
Die dafür vorgesehenen Komponenten werden entsprechend der Prozessanforderungen in die Instrumentierungsplanung aufgenommen und mit den angrenzenden Gewerken abgestimmt. So entsteht eine durchgängige technische Planung, bei der Mess- und Analyseaufgaben nicht erst nachträglich betrachtet werden.
Sensorik und Schutzeinrichtungen
Zum Portfolio gehören darüber hinaus Schutzeinrichtungen. Die bestehende Leistungsseite verbindet diesen Bereich auch mit der Nachweisführung für sicherheitsrelevante Systeme. SIL- und Eigensicherheitsnachweise werden dort als eigenständiger Bestandteil des Engineerings geführt.
Damit können Anforderungen an Instrumentierung und technische Sicherheit frühzeitig miteinander abgestimmt werden.
Stell- und Regelarmaturen
Ihre Spezifikation muss zu den technischen und prozessbezogenen Anforderungen der Anlage passen. Deshalb betrachten wir Armaturen im Zusammenhang mit der gesamten Planung und nicht als isolierte Einzelkomponenten.
Die Einbindung in R&I-Unterlagen, Planungslisten und die weiterführende Detailplanung sorgt dafür, dass die vorgesehenen Komponenten über die verschiedenen Projektphasen nachvollziehbar definiert bleiben.
Sicherheitsventile und Berstscheiben
Neben der technischen Planung ist dabei eine belastbare Dokumentation von Bedeutung. Die RTI-Präsentation zeigt beispielsweise ein Projekt bei Bayer Bitterfeld, bei dem ein Kataster für Sicherheitsventile anhand von Vor-Ort-Überprüfungen, R&I-Fließbildern und Planungslisten überarbeitet wurde.
Damit verbindet RTI die technische Betrachtung der Komponenten mit einer strukturierten Anlagen- und Planungsdokumentation.
Engineering von der Spezifikation bis zur Inbetriebnahme
Instrumentierungsplanung ist bei RTI nicht auf die Auswahl einzelner Geräte beschränkt.Je nach Projekt kann unsere Unterstützung verschiedene Phasen umfassen:
- Konzept und technische Planung
- Auswahl und Auslegung von Sensorik und Aktorik
- Spezifikation von Feldgeräten
- Gerätedimensionierung und Layoutplanung
- Erstellung und Pflege technischer Unterlagen
- Detailplanung
- Unterstützung bei Ausschreibung und Vergabe
- Mitwirkung bei Beschaffung und Lieferkontrolle
- Montageplanung und Montagekoordination
- Inbetriebnahme und Betriebsbegleitung
Die bestehende Leistungsseite beschreibt den gesamten Projektansatz von RTI entsprechend als Beratung, Planung, Realisierung und Inbetriebnahme.
So kann die Instrumentierung von Beginn an in das Gesamtprojekt eingebunden werden, anstatt einzelne Komponenten erst während der Ausführung nachträglich zusammenzuführen.
Eine funktionierende Instrumentierung benötigt eine nachvollziehbare technische Dokumentation.
In der RTI-Präsentation wird die Anlageninstrumentierung ausdrücklich als eine Kernleistung der Prozess- und Fabrikautomation aufgeführt. Ergänzt wird sie unter anderem durch Detailplanung, Pflichtenhefterstellung, Funktionsbeschreibung sowie Ex-i- und SIL-Nachweise.
Auch die eingesetzten Engineering-Werkzeuge unterstützen diesen Ansatz. Das CAE-System PLANEDS wird in der Präsentation unter anderem für R&I-Fließbilder, Instrumentierung beziehungsweise MSR-Detailplanung und Elektrotechnik genannt.
Dadurch lassen sich Informationen zur Instrumentierung strukturiert in der Anlagenplanung abbilden und über die weiteren Projektphasen hinweg weiterverwenden.
Instrumentierung als Teil der MSR- und EMSR-Detailplanung
Erfahrung aus anspruchsvollen Industrieprojekten
Grillo-Werke AG – Chemische Produktionsanlage
Für die Grillo-Werke AG in Frankfurt-Höchst übernahm RTI bei einer neu errichteten chemischen Produktionsanlage unter anderem die Spezifikation der Instrumentierung und die Detailplanung. Darüber hinaus wirkte RTI bei Beschaffung, Lieferkontrolle und Montagekoordination für Elektrotechnik, MSR und TGA mit. Die Anlage umfasste laut Unternehmenspräsentation 350 PLT-Stellen.
Merck KGaA – Feinchemische Anlage
Für Merck KGaA in Darmstadt führte RTI eine MSR-Basis- und Detailplanung für eine feinchemische Anlage mit mehr als 12.000 Messstellen durch.
ALLNEX Resins Europe – Produktionsanlage
Bei ALLNEX Resins Europe in Bitterfeld umfasste die Betriebsbetreuung eine MSR-Planung für eine Produktionsanlage mit 8.500 PLT-Stellen.
Allnex – Austausch von Wasserzählern
Ein weiteres Projekt bei Allnex zeigt den Instrumentierungsprozess anhand einer konkreten Aufgabenstellung. Beim Austausch von Trink- und Brauchwasserzählern gehörten ein technisches Konzept, die technische Spezifikation und Instrumentierung, das Hardware Engineering sowie die Kostenschätzung zum Leistungsumfang.
Instrumentierung für Ihr Projekt planen
Von der einzelnen Messstelle bis zur Instrumentierungsplanung umfangreicher Prozessanlagen: RTI Automation unterstützt Sie bei der technischen Konzeption, Spezifikation und Detailplanung.
Dabei verbinden wir Instrumentierung mit den angrenzenden Engineering-Aufgaben und schaffen eine konsistente Grundlage für die weitere Realisierung Ihres Projekts.
Die Instrumentierung steht zwischen Prozessanforderung und technischer Umsetzung. Deshalb muss sie frühzeitig mit anderen Planungsbereichen abgestimmt werden.
RTI verbindet die Instrumentierungsplanung bei Bedarf mit weiteren Engineering-Leistungen. Dazu zählen beispielsweise R&I-Fließbilder, EMSR-Detailplanung, Schaltungsunterlagen, Sicherheitsnachweise sowie die Vorbereitung von Montage und Inbetriebnahme.
Die weiterführenden Themen Automatisierungstechnik und Prozessleittechnik werden dabei bewusst getrennt betrachtet. So bleibt klar nachvollziehbar, welche Aufgaben zur Feldinstrumentierung gehören und an welcher Stelle die Signalverarbeitung, Steuerung und übergeordnete Leittechnik anschließen.